Neuer SEK Präsident schlägt Predigtpreis vor



In einem „Weihnachtsgespräch“ mit der Aargauer Zeitung hat der neue Ratspräsident des Evangelischen Kirchenbundes (SEK), Pfr. Gottfried Locher, sein Engagement für den Gottesdienst hervorgehoben. Er schlug dabei einen Förderpreis für gute Predigten vor.

Gottfried Locher plädierte im AZ-Interview dafür, "dass wir unsere Gottesdienste so weiterentwickeln sollten, dass sie weniger kopflastig sind".

Locher sagte in dem Interview, das am 24. Dezember erschien, er denke an seine Kinder - die wollten einen "Gottesdienst, der alle Sinne anspricht: nicht nur hören, auch sehen, riechen, schmecken, fühlen. Was man gemeinhin katholischen Messen nachsagt."

Der Gottesdienst als Kunstwerk

Und: "Wichtig finde ich, ob der Gottesdienst mir den Himmel öffnet oder nicht. Ja, die Predigt ist dazu zentral, da fühle ich sehr reformiert. Aber nur über den Kopf zieht mich keine Liturgie in ihren Bann. Der Gottesdienst ist ein Gesamterlebnis." Ein Gottesdienst sei ein Kunstwerk.

Locher plädiert aber auch dafür, traditionelle Elemente wieder zu entdecken, etwa häufiger das Abendmahl zu feiern. Zudem würde er gerne die Pfarrerinnen und Pfarrer vermehrt entlasten, damit sie mehr Zeit für die Liturgie einsetzen könnten. "Ich langweile mich manchmal an den eigenen Predigten", gestand er freimütig ein. „Ich habe einen Vorschlag“, so Locher, „wie wärs mit einem Predigtpreis des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes?“

(Fritz Imhof/ Kipa)



27.12.2010
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